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Der beste Wasserkocher der Welt?

Aarke kocht auch nur mit Wasser – aber schicker und luxuriöser als die meisten anderen! Wir haben den fast komplett aus Edelstahl gefertigten Wasserkocher „Kettle“ ausprobiert.

Aarke Kettle im Test: Fazit

GIGA-Wertung: 8.0 / 10

Der Aarke Kettle (bei Amazon anschauen) macht einen hervorragenden Eindruck, der auch nach Tagen bestehen bleibt. Mit seinem luxuriösen Aussehen und der erstklassigen Verarbeitungsqualität kann sich das Gerät innerhalb der Produktgattung klar vom Rest abheben. Ein bildhübscher Wasserkocher für den täglichen Einsatz, der nach dem Gebrauch wahrscheinlich nicht direkt wieder weggeräumt wird.

Funktional wird nur Wasser (auf Wunschtemperatur) erhitzt – das gibt’s woanders ehrlicherweise auch schon für einen Bruchteil des stattlichen Preises. Ausgefallene Features wie eine WLAN-Anbindung oder ein OLED-Display sind nicht vorhanden. Das Konzept besteht also nur aus den wesentlichen Komponenten Design und Haltbarkeit. Unserer Einschätzung nach ist das aber konsequent und vorbildlich umgesetzt worden. Ein Blickfang mit Benefits, wenn man so will.

Aarke Kettle

Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 03.10.2023 07:13 Uhr

Vorteile:

  • rundum hochwertige Verarbeitung
  • edles Design und hohe Reparierbarkeit
  • leiser Betrieb

Nachteile:

  • Fingerabdruckmagnet
  • Anschaffungspreis lässt sich nicht allein über die Funktionalität rechtfertigen

Skandinavisches Design mit beachtlichem Materialeinsatz

Das schwedische Unternehmen Aarke hatte nach eigener Aussage „das Gefühl, dass der elektrische Wasserkocher von der Design-Community völlig übersehen wurde“. Und ja – wenn man auf die üblichen „Plastikbomber“ schaut, die in vielen Haushalten stehen, muss man da eigentlich zustimmen. In den meisten Fällen hat man es mit einem Gebrauchsgegenstand zu tun, der zwar seinen Zweck erfüllt, aber keinen ästhetischen Beitrag leistet. Während viele Haushaltsprodukte – vom Wäscheständer bis zum Heizlüfter – nur auf Kunststoff im fiesen „Metallic-Look“ setzen, ist der Aarke Kettle tatsächlich aus Metall gefertigt. Der Wasserkocher besteht zu 96% aus Edelstahl mit einer wärmespeichernden Doppelwandkonstruktion.

Aarke Kettle (Bildquelle: GIGA)

Das Ziel war es, den besten Wasserkocher der Welt zu bauen. Ein Produkt, das geschaffen wurde, um ein Leben lang zu halten. Das passt zu einer eingeschworenen Gemeinschaft auf Reddit, die sich mit sogenannten “Buy it for life“-Artikeln (BIFL) beschäftigt. Dinge, die so hochwertig und haltbar sind, dass man sie an seine Enkel vererben kann.

Ob der Aarke Kettle wirklich in diese Liga gehört, lässt sich eigentlich erst nach vielen Jahren der Benutzung sagen. Der erste Eindruck ist aber bisher gut: Es sind keine Makel wie unsauber verarbeitete oder knarzende Stellen zu finden – der Kettle wirkt rundum solide, schon fast wie ein handwerkliches Meisterstück. Alle herkömmlichen Wasserkocher werden in Sachen Verarbeitungsqualität gnadenlos abgehängt. Mercedes gegen Trabi, sozusagen.

Die Wunschtemperatur wird beim Aarke Kettle per Schalter am Sockel festgelegt (Bildquelle: GIGA)

Allerdings zeigt unser Testgerät nach einigen Einsätzen eine feine Kratzspur auf dem Sockel, die offenbar die Kanne hinterlassen hat. Die ist nur aus bestimmten Winkeln zu sehen und nur wenn die Kanne abgenommen ist. Trotzdem ein Hinweis darauf, dass die Edelstahloberfläche nicht unzerstörbar ist, sondern mit der Zeit eine Patina aus winzigen Dellen und Kratzern aufbauen wird.

Abnutzung in Form einer Linie auf dem Sockel (Bildquelle: GIGA)

Zu „Buy it for life“ gehört auch der Aspekt Nachhaltigkeit: Der Aarke Kettle ist mit Schrauben montiert, sodass er sich leicht reparieren lässt. Sogar das Firmenlogo ist angeschraubt. Das gibt dem ansonsten recht glatten Design einen industriellen Akzent, einen Hauch von Steampunk.

Wertiges Design: Beim Aarke Kettle kommen Edelstahl und Schrauben zum Einsatz (Bildquelle: GIGA)
Aarke Kettle

Aarke Kettle

Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 03.10.2023 07:13 Uhr

Bedienung und Praxis

Fassungsvermögen

  • Minimales Siedevolumen: 0,5 l
  • Maximales Siedevolumen: 1,2 l

Abmessungen

  • Höhe: 27 cm; Breite (mit Griff): 19 cm
  • Durchmesser: 14 cm
  • Gewicht: 1,6 kg

Die Temperaturwahl (40, 75, 85, 95 oder 100 °C) geschieht über mehrfaches Betätigen vom Ein-/Aus-Schalter, dezente weiße LEDs zeigen die gewählte Stufe an. Der Kochvorgang ist ausgesprochen leise. Ein Brodeln ist zu hören, aber kein Knallen oder Pfeifen. Der auf Knopfdruck sanft öffnende Deckel wirkt richtig luxuriös – ein schönes Detail. Dieser besteht auch aus Edelstahl und wird deshalb während dem Kochvorgang ziemlich heiß, es besteht an der Stelle also eine gewisse Verbrühungsgefahr – das sollte etwa mit Kleinkindern im Haushalt berücksichtigt werden. Das Ausgießen geschieht – wie von Hersteller beworben – absolut tropffrei.

Die hochglänzende Oberfläche des Aarke Kettle gleicht einem Spiegel und zieht Fingerabdrücke magisch an – das lässt sich wohl nicht verhindern. Wie sich das für solch ein Premiumprodukt gehört, legt Aarke ein passendes Mikrofasertuch bei.

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