Uncategorized

„Ich bin wohl einfach kein Pro mehr …“

Da ist es also, das neue iPhone 15 Pro. Mit einem Rahmen aus Titan und vier recht langweiligen Farbtönen, die man problemlos als Shades of Grey bezeichnen könnte. Und auch wenn das Update vom 14 Pro auf den ersten Blick klein wirkt, so packt Apple beim zweiten Blick doch so viel in das neue Modell, dass es in meinen Augen das erste echte Pro-iPhone ist. Damit folgt Apple einem Weg, den das Unternehmen schon vor einigen Jahren eingeschlagen hat. Und einem Weg, auf dem ich ab sofort nicht mehr mitgehe. Aber lasst mich erklären.

Seit zwölf Jahren nutze ich Geräte von Apple und viele davon waren Teil der Pro-Reihe. Zum Beispiel mein altes MacBook Pro, welches ich brauchte, weil das damalige Air zu schwach für regelmäßigen Audio- und Videoschnitt war. Oder das erste iPad Pro, welches ich mir kaufte, weil es mit dem damals neu vorgestellten Apple Pencil der perfekte digitale Ersatz für mein analoges Notizbuch war.

Inzwischen entsteht dieser Text an einem MacBook Air M2 (Test), welches mit seinem Silicon-Chip mehr als ausreichend für meine tägliche Arbeit ist. Und das iPad Pro ist durch das aktuelle iPad Air ersetzt worden, weil es alles kann, was ich von einem iPad erwarte und brauche. In diesen beiden Produktkategorien bin ich also schon länger kein Pro-Nutzer mehr – und seit gestern Abend wohl auch beim iPhone nicht mehr.

Aktuell nutze ich das iPhone 12 Pro. Schon beim Kauf vor drei Jahren fiel mir die Wahl zwischen dem normalen 12 und dem 12 Pro schwer, am Ende haben mich die Kompromisse des 12ers aber zum Pro greifen lassen. Dieses Jahr fällt mir die Entscheidung hingegen leicht, denn ich bin wie beim Mac und beim iPad eindeutig nicht mehr die Zielgruppe für das Pro-Modell.




Das erste echte iPhone Pro?

Das neue iPhone 15 Pro ist das erste iPhone mit einem echten Pro-Chip, der auch so heißt. Der A17 Pro ist so leistungsstark, dass wohl selbst Apple nicht mehr eingefallen ist, was man damit machen kann. Deswegen bezeichnen sie ihn als „Gaming-Monster“. Und auch bei den Kameras liegt der Fokus komplett auf professionellen Foto- und Videoproduktionen. Inklusive ProRes-4K-Videos mit 60 fps und Academy-Color-Encoding-System. Und wer mag, kann die Videoaufnahmen dank USB‑C jetzt auch direkt mit bis zu zehn Gigabit pro Sekunde extern speichern.

Das sind alles Funktionen, die ich ehrlicherweise niemals einsetzen würde. Das normale iPhone 15 hat auch USB‑C (endlich nur noch ein Ladekabel auf Reisen!), ein Display ohne Kompromisse, und die verbauten Kameras sind für den Alltag völlig ausreichend. Bedeutet: Das iPhone 12 Pro war mein letztes Pro-Gerät von Apple.




Apple nimmt Pros wieder ernst

Das mag man alles als mein ganz persönliches Schicksal ansehen, es zeigt allerdings, dass Apple die Bezeichnung Pro seit einigen Jahren wirklich ernst nimmt. Das MacBook Pro ist für Menschen, die riesige Videoprojekte in 8K schneiden, viele hochauflösende Fotos bearbeiten oder Musik mit Hunderten Spuren bearbeiten. Pros eben. Das iPad Pro ist mit seinem M2 und dem Liquid-Retina-XDR-Display ebenfalls für Profis gedacht. Und das iPhone 15 Pro zielt ganz klar auf Menschen ab, die damit professionelle Fotoshootings und Videodrehs machen wollen.

Apple nimmt Pros wieder ernst und bietet Geräte, deren Leistung den Arbeitsalltag solcher Menschen erleichtern, was richtig und wichtig ist. Wenn ich im Umkehrschluss dafür kein Pro-Nutzer mehr bin, dann ist das völlig okay für mich. Und es schont nebenbei sogar noch meinen Geldbeutel!

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter?
Jetzt mehr erfahren

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *