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Wer billige Autos will, soll woanders kaufen

Mercedes-CEO Ola Källenius verteidigt die Luxus-Strategie der Marke und zeigt sich unbeeindruckt vom Preiskampf mit Tesla. Er betont, dass ein Sommerschlussverkauf nicht zur erstrebenswerten Positionierung der Marke passe. Für ihn ist der höhere Preis eines Mercedes Teil der Markenidentität.

Mercedes: Luxus statt Rabattschlacht

Von der Rabattschlacht bei Elektroautos will Mercedes-Chef Ola Källenius nichts wissen. Günstige Autos aus dem Hause Mercedes können Kunden nicht erwarten. Stattdessen möchte man an der eingeschlagenen Luxus-Strategie festhalten. Zuvor hatten einige Mercedes-Händler eine sofortige Kurskorrektur mitsamt einer neuen Preispolitik gefordert. Mercedes müsse sich den veränderten Marktbedingungen anpassen, wie es in einem internen Schreiben des Händlerverbands an die Top-Manager des Unternehmens hieß.

Källenius erteilt der geforderten Änderung eine klare Absage. In einem Interview hält er fest, dass ein Sommerschlussverkauf „nicht zu einer begehrenswerten Marke wie Mercedes“ passen würde. Ein Mercedes biete eben mehr als ein einfaches Durchschnittsauto, weshalb der höhere Preis gerechtfertigt sei (Quelle: Handelsblatt).

Die von Tesla entfachte Rabattschlacht lässt Källenius offenbar kalt. Tesla hatte Ende letzten Jahres die Preise für seine E-Autos in vielen Ländern nach unten korrigiert und mit weiteren Rabatten gelockt. Zuletzt stellte Tesla-Chef Elon Musk erneute Preissenkungen in Aussicht.

Mercedes investiert viel in das autonome Fahren:

Drive Pilot: Autonomes Fahren von Mercedes

Dass Mercedes aber die Mittelklasse im Blick behält, wollen die Stuttgarter auf der IAA Mobility zeigen. Dort gibt Mercedes einen ersten Ausblick auf das künftige E-Einstiegsmodell, das Mitte des Jahrzehnts erscheinen könnte. Mit einem Preis unterhalb eines VW ID.3 oder Opel Astra-E ist dabei aber nicht zu rechnen.

Mercedes: E-Auto-Budget könnte wachsen

Für Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektroantriebe steht Mercedes ein Budget von 40 Milliarden Euro zur Verfügung. Der Betrag könnte sich aber erhöhen, so Källenius. Eine konkrete Summe gibt der Mercedes-Chef allerdings nicht bekannt.

Unterdessen hat Mercedes ein wichtiges Ziel von 2025 auf 2026 korrigiert. Eigentlich wollte der Hersteller bereits 2025 die Mehrheit der hergestellten Fahrzeuge elektrisch fahren lassen, jetzt soll das Ziel ein Jahr später erreicht werden. Wann genau der letzte Verbrenner vom Band läuft, würden die Kunden entscheiden.

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