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Jitsi Meet verliert einen seiner größten Vorzüge

Videokonferenzen starten, ohne einen Account anlegen und Login-Daten hinterlegen zu müssen, dazu auch noch kostenlos und Open Source: Jitsi Meet ist eine beliebte Alternative zu Zoom, Teams und den anderen großen Videocall-Plattformen, die spätestens während der Corona-Pandemie allgegenwärtig wurden. Doch nun hat Jitsi Meet ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu Zoom und Co. eingebüßt.




Jitsi Meet verliert Abgrenzungsmerkmal zu Zoom und Co.

Die Software erlaubt seit dem 24. August 2023 nicht mehr die Einrichtung anonymer Räume. Dies gab Jitsi in einem Blogbeitrag auf seiner Homepage bekannt.

Um einen Call zu erstellen, müssen Nutzer:innen nun einen Account erstellen. Alternativ können User:innen sich aber auch mit ihren Konten von Google, Facebook oder Github einloggen. Diese Liste ist vorläufig, heißt es, bei den Modalitäten können sich später noch etwas ändern. Da das Log-in eine Premiere für die 2013 gestartete Plattform darstellt, bittet Jitsi die Benutzer:innen um Geduld.




Berichte über Missbrauch für Dinge, die Jitsi „nicht tolerieren kann“

Der Grund für den Wegfall der anonymen Anmeldung: „Zu Beginn dieses Jahres haben wir vermehrt Berichte über Personen erhalten, die unseren Dienst in einer Weise nutzen, die wir nicht tolerieren können“, heißt es in dem Blogbeitrag. Details dazu nannten die Autor:innen nicht. Nur: „Es ging nicht darum, dass einige Leute einfach nur Dinge sagten, die anderen nicht gefielen“.

Die Verantwortlichen haben laut dem Artikel in den vergangenen Monaten verschiedene Strategien ausprobiert, um diesem Problem Herr zu werden. „Letztendlich sind wir jedoch zu dem Schluss gekommen, dass eine Authentifizierung ein notwendiger Schritt ist, um meet.jit.si weiter betreiben zu können“, ist aber die Konklusion.




Privatsphäre soll weiterhin höchstes Gut bleiben

Die Privatsphäre der User:innen soll bei Jitsi Meet aber weiterhin das höchste Gut bleiben. Tools, die Bild oder Ton eines Meetings überwachen, soll es nicht geben. Nutzer:innen, die nun ein mulmiges Gefühl wegen ihrer Privatsphäre haben empfiehlt Jitsi, den Dienst auf seinem eigenen Server zu hosten. Dazu stellt der Anbieter einen Guide bereit. 




Wie funktioniert Jitsi Meet?

Jitsi Meet ist vor zehn Jahren als Alternative mit so wenig Aufwand und so viel Privatsphäre wie möglich an den Start gegangen. Dieses Ziel habe die „Existenz eines weiteren Meeting-Service“ gerechtfertigt, so das Unternehmen.

Jitsi Meet bietet alle Features, die man auch von den Riesen wie Zoom oder Skype kennt. Hier gibt es eine ausführliche Erläuterung des Dienstes. Voraussetzung für die Nutzung ist ein Server, etliche Einrichtungen stellen sich dafür als Host zur Verfügung.

Jitsi unterstützt gängige Browser wie Safari und Firefox – und Google Chrome. Wer letzteren nutzt, hat schon vor der Abschaffung der anonymen Räume Datenspuren hinterlassen.

Fast fertig!

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